Ein Welpe, der von klein auf ans Bürsten und ans Berühren von Pfoten und Ohren gewöhnt ist, macht später viele Alltagssituationen deutlich einfacher, sei es beim Fellpflegen, beim Pfotenabwischen nach einem Spaziergang im Regen oder einfach beim gemütlichen Kuscheln auf dem Sofa. Je früher diese Berührungen zu etwas Alltäglichem werden, desto entspannter reagiert der Hund später darauf.
Kurze, ruhige Übungseinheiten im Alltag
Beginnt mit ganz kurzen Einheiten, in denen ihr die Pfoten oder Ohren nur für wenige Sekunden sanft berührt, und beendet die Übung, solange der Welpe noch entspannt ist. Kombiniert die Berührung gerne mit einer ruhigen Streicheleinheit oder einem freundlichen Wort, damit der Welpe die Erfahrung mit etwas Angenehmem verbindet, anstatt sie als lästige Pflicht zu empfinden.
Beim Bürsten lohnt sich ein weicher Bürstenkopf und ein langsames Tempo, besonders in den ersten Wochen, in denen der Welpe die ungewohnte Berührung noch kennenlernt. Bürstet zunächst nur kurze Bereiche wie den Rücken, bevor ihr euch an empfindlichere Stellen wie den Bauch oder die Beine herantastet, und hört rechtzeitig auf, bevor der Welpe unruhig wird.
Übt diese kurzen Einheiten regelmäßig, auch wenn gerade keine Fellpflege ansteht, damit der Welpe die Berührung nicht nur mit einer bestimmten Situation verbindet. So bleibt es für ihn ein normaler Teil des täglichen Miteinanders, und spätere Situationen, in denen die Pfoten oder Ohren genauer angeschaut werden müssen, verlaufen deutlich entspannter für alle Beteiligten.
Lobt den Welpen nach jeder kurzen Einheit mit ruhiger Stimme, damit er die Übung mit etwas Positivem verknüpft. Manche Welpen mögen es außerdem, wenn während des Bürstens leise geredet wird, weil die vertraute Stimme zusätzlich beruhigend wirkt und die ganze Situation entspannter macht.
Mit etwas Geduld und regelmäßiger Wiederholung wird aus einer anfangs ungewohnten Übung schon nach kurzer Zeit eine ganz selbstverständliche Angelegenheit. Der erwachsene Hund lässt sich dann meist ganz entspannt bürsten und anfassen, was den gemeinsamen Alltag für die ganze Familie spürbar erleichtert.